Kathetergestützte Vorhofflimmer-Ablation

Mit modernster Technologie zurück zum Sinusrhythmus

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung auf Vorhofebene. Zu Beginn der Erkrankungen treten die Episoden zunächst selbstlimitiert auf - im weiteren Verlauf wird es auch zu anhaltenden Episoden kommen. Wichtig ist ein frühzeitiges Eingreifen in den Krankheitsverlauf, um diese Chronifizierung aufzuhalten.

In den Anfangsstadien wird Vorhofflimmern durch Extraschläge ausgelöst, die überwiegend aus den Lungenvenen stammen. Im Rahmen einer Vorhofflimmerverödung werden diese Störquellen gezielt aufgesucht und elektrisch vom Herzen isoliert.

Hierzu stehen verschiedene Technologien zur Verfügung, welche jeweils bestimmte Vor- und Nachteile bieten und deren Einsatz individuell mit Ihnen zusammen abgewogen werden wird. Die Eingriffe erfolgen in Narkose über venöse Leistenzugänge mit einem geplanten stationären Aufenthalt von 1-3 Tagen. Nachfolgend schließt sich eine Schonungsphase von 5-10 Tagen an, in denen Sie nicht schwer heben und größere körperliche Belastungen meiden sollten. Für Berufstätige Patienten kann eine anschließend Krankschreibung durch den Hausarzt sinnvoll sein.

Je nach Ausmaß des erforderlichen Eingriffs und verwendeter Technologie sind kurzfristige Episoden von Vorhofflimmern in der Heilungsphase nach Vorhofflimmerverödung möglich und müssen gegebenfalls mittels kurzfristiger Kardioversion behandelt werden. Auch eine Umstellung der Medikation kann erforderlich sein.

Pulsed-field Ablation

Bei diesem Verfahren werden die Lungenvenen mittels kurzer Hochspannungsimpulse verödet. Die Technologie gilt als besonders modern und schädigt beinahe ausschließlich Herzmuskelgewebe - sie gilt damit als schonend für die umliegenden Organe, insbesondere die Speiseröhrenschleimhaut und der Zwerchfellnerv werden hier nicht gefährdet. Vorhofflimmer-Trigger außerhalb der Lungenvenen können mit dieser Technologie zumeist jedoch nicht behandelt werden, so dass sie für Patienten mit kürzer bestehenden Vorhofflimmern in Frage kommt.

Modernste Technologien

Gemeinsam mit unseren Medizinprodukte Partnern arbeiten wir kontinuierlich daran, unseren Patienten immer die modernsten Technologien anbieten zu können. So waren wir als 3. Klinik in Deutschland in der Lage, Vorhofflimmerverödungen mit der modernsten PFA Technologie der Fa. Johnson & Johnson / Biosense Webster, dem VaripulsePro System, durchzuführen. Der Katheter ist vollständig in die modernste Navigationstechnologie integriert, die Untersuchung ist daher weitgehend frei von Röntgenstrahlen möglich. Aufgrund der überarbeiteten Impulse-Sequenz ist das Verfahren besonders schonend, und damit auch besonders für die Durchführung ambulanter Verödungseingriffe geeignet.

Radiofrequenzablation

Als Radiofrequenzablation wird die gezielte Behandlung von Gewebe mit Hitze bezeichnet. Vorangeht die Erstellung einer “elektrischen Landkarte” Ihres Herzens unter Verwendung eines 3D-Navigations-Systems. Aufgrund moderner Röntgen-Integration können die Eingriffe weitgehend strahlenfrei, in speziellen Fällen - etwa bei schwangeren oder stillenden Patientinnen - auch gänzlich strahlenfrei erfolgen.

Anhand der elektrischen Landkarte kann die Therapie ganz individualisiert geplant und zielgerichtet und schonend durchgeführt werden. Im Gegensatz zur PFA Technologie können hier auch Therapieziele außerhalb der Lungenvenen in gleicher Sitzung behandelt werden.

Ein dreidimensionales medizinisches Modell des Herzens mit farbiger Oberflächenanzeige auf einem Röntgenbild. 3D Navigation einer Vorhofflimmerablation
3D Navigation einer Vorhofflimmerablation
3D Navigation einer Vorhofflimmerablation
3D Navigation einer Vorhofflimmerablation

Ultra-hochauflösende Mapping-Verfahren

Besondere Fälle bedürfen besonderer Ansätze - wir verwenden modernste, hochauflösende Mapping-Katheter um das genauste Bild aus ihrem Herzen zu erhalten. Hierbei kommen zunehmend auch KI-gestützte Algorithmen zur Datenaufarbeitung zum Einsatz. Die so erstellten extrem detaillierten elektrischen Landkarten helfen dabei, die zugrunde liegende elektrische Erkrankung besser zu verstehen und gezielter zu behandeln - die Verödung wird damit effizienter und erfolgreicher